Springe zum Inhalt

2014 – Der Stör

Der Fisch des Jahres 2014 ist der "Stör" (Acipenseridae)

Der Fisch des Jahres 2014 wurde Ende des Jahres 2013 von dem deutschen Dachverband der Angelfischerei:

  • Deutsche Angelfischerverband (DAFV)

sowie dem

  • Bundesamt für Naturschutz (BfN)
  • Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und
  • Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF)

gewählt. Die Wahl viel in diesem Jahr auf den Stör (Acipenseridae), da diese Fischart, in dem letzten Jahrhundert in Deutschland verschollen ist, somit ist dieser Fisch bei uns als ausgestorben anzusehen. Dies ist auf "Erneuerbare Energien", sowie den Verbau von Gewässern zurückzuführen.

Eines der ältesten Lebewesen, mit einem stammesgeschichtlichen alter von über 250 Millionen Jahren sind Störe älter als Dinosaurier. Störe sind anadrome Wanderfische, welche in Flüssen geboren werden, hier das erste Jahr leben und währenddessen langsam Richtung Meer ziehen, wo sie dann bis zur Geschlechtsreife leben. Bei Männchen ist diese mit einem alter von ca. 9-13 Jahren und bei Weibchen mit ca. 11-18 Jahren erreicht. Sobald die Geschlechtsreife erreicht ist, wandern diese Fische wieder die Flüsse hinauf, um ihren Laich in Kiesigen Sand abzulegen.

Störe können ihre Laichgebiete durch die Gewässerverbauung und die starke Veränderung der Gewässergründe nicht mehr oder nur noch sehr schwer erreichen. Derzeit liegt das einzige Laichgebiet für den Europäischen Stör (Acipenseridae sturio) in Frankreich im Gironde-Garonne-Dordogne-Flusssystem.

Seit der Gründung "Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V." im Jahre 1994, kämpfen "Angler", "Forscher", "Behörden" und "Artenschützer" gemeinsam daran, in Deutschland, den bestand wieder zur selbst reproduzierenden Größe angesiedelt zu bekommen.